Nach dem ich schon die ersten drei Karin Slaughter Thriller gelesen hatte, musste ich natürlich mit Band 4 weitermachen. Denn irgendwie wachsen einem Sara, Lena und Jeffrey doch ans Herz und man lernt sie von Buch zu Buch besser kennen.
Unter diesem Gesichtspunkt erlebt der Leser in „Schattenblume“ auch die ein oder andere Überraschung, als erstes die, dass Lena immer noch mit dem Widerling Ethan aus Band 3 zusammen ist.
Das Buch beginnt mit einer brutalen Geiselnahme mit mehreren Toten in der Polizeiwache von Heartsdale, und geht dann tief zurück in die Zeit, in der Sara und Jeffrey sich kennenlernten. 1991 spielt der zweite Teil der Handlung, in denen die Charaktere Sara und Jeffrey noch besser gezeichnet werden. Der Szenenwechsel gelingt der Autorin meistens sehr gut, die Spannung bleibt durchweg erhalten. Jeffrey ist plötzlich nicht mehr der ganz so perfekte Liebhaber und Polizeichef, man erkennt auch dunklere Seiten an ihm.
Natürlich stehen die Szenen von 1991 in direktem Zusammenhang mit der Geiselnahme auf der Polizeiwache. Was genau dahinter steckt, erfährt der Leser aber erst im zweiten Drittel des Buches, auch wenn sich schon früher die ersten Ahnungen breit machen.
Karin Slaughter gelingt es, einen durchweg spannenden Thriller zu schreiben, in dem die Hauptpersonen besser und verständlicher gezeichnet werden, auch in Hinblick auf die ersten drei Bände. Vieles bezieht sich auf die Geschehnisse in den Vorgängerbüchern, weshalb ich auch empfehle, Slaughters Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Fazit: Durchaus spannend und lesenswert, hat mir eine Menge Kurzweile auf den täglichen Zugfahrten zur und von der Arbeit zurück beschert. Leichte Kost, aber ein durchaus verzwickter Fall. Mit seinen 480 Seiten, dem Preis von 9,90 € und der Krimis innewohnenden Eigenschaft, sie eigentlich nur einmal lesen zu können, ein durchaus angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis.
[...] “Vergiss mein nicht”, “Dreh dich nicht um” und “Schattenblume” gewohnt, schnell und leicht. Die Handlung ist stringent und umfasst nur wenige Tage – auch [...]